Was für ein Kampf!

Was für ein Kampf!

SV Grün-Weiß Tanna – SG VfR Bad Lobenstein II 4:3 (1:2)
In einer vom Kampf und Emotionen geprägten und bis zum Schluß spannenden Partie, in der beide
Mannschaften öfters mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns haderten, waren die Bad
Lobensteiner schon auf der Siegerstraße und führten durch Tore von Oswald per Heber und Eckert mit
Schuss von der Strafraumgrenze bereits mit 0:2. Bis dahin war die Führung der Koseltaler verdient, da sie
gefährlicher und abgeklärter waren. Tanna war bemüht, kam aber zunächst über Ansätze nicht hinaus, um
sich gegen die sattelfeste Mittelfeld- und Abwehrreihe des VfR um den starken Findeis gefährlich in Szene
zu setzen. Die beste Chance hatte noch Fiebig per Kopf nach einer Ecke. Doch die Kohl-Elf steckte nicht
auf, bewies Moral, kämpfte sich ins Spiel zurück, als nach einer Ecke der Gäste-Torwart einen Schuss von
Dietrich aus spitzen Winkel entscheidend zum Anschlusstreffer abfälschte. Dieser Treffer gab den Grün-
Weißen Auftrieb, sie waren nach der Pause galliger in den Zweikämpfen, gewannen immer mehr die zweiten
Bälle und die VfR-Abwehr bekam Risse. Vor allem spielten die Platzherren ihre Standards aus, denn zwei
davon führten zur Wende. Blieben Woydt und Gebhardt noch erfolglos, drehten Hopf nach einem Freistoß
und Fiebig per Kopf nach einem Einwurf mit einem Doppelschlag die Partie. Davor und vor allem nach der
Tannaer Ampelkarte ab der 75. Minute hatte auch der VfR seine Chancen. Die besten hatten Salzmann (77.)
und Hajcenko (79.). Stattdessen sorgten die Grün-Weißen in der 81. Minute nach einem Missverständnis in
der VfR-Abwehr durch Dietrich für die Entscheidung und verteidigten die Führung trotz des Treffers von
Berntsen in der Nachspielzeit bis zum Schlusspfiff leidenschaftlich.
Tannas Trainer Michael Kohl: „Bad Lobenstein war die erste halbe Stunde dominant, hat uns den Schneid
abgekauft. Vor der Pause schlug das Pendel langsam auf unsere Seite und wir kamen gut aus der Pause
heraus. Aufgrund der zweiten Halbzeit, unserer Standardschärfe und kämpferischer Leistung ist der Sieg
nicht unverdient, auch wenn der VfR auch noch seine Chancen hatte.“
Bad Lobensteins Trainer Frank Heinisch: „So ein Spiel darfst du nicht mehr verlieren nach einer 2:0
Führung. Wir haben die Gegentore geschenkt und unsere Chancen nicht genutzt.“
Vor dem Spiel wurde Tobias Golditz aus der Tannaer Mannschaft verabschiedet, der 20 Jahre das Trikot der
Grün-Weißen getragen hat.
Uwe Friedel

 

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