SV Grün-Weiß Tanna – SV Blau-Weiß 90 Neustadt/Orla 2:4 (2:3)
Schon der Vorbericht ließ keinen Zweifel: „Vor einer wahren Herkulesaufgabe steht SV Grün-Weiß Tanna 2“. Tabellenführer Neustadt, mit einer Offensive, die in dieser Liga fast nach Belieben trifft, gegen die kämpferisch starken Tannaerinnen, die im Hinspiel nur hauchdünn mit 3:4 unterlagen. Ein echtes Gipfeltreffen zweier Torfabriken – und genau so begann es auch.
Ein Auftakt nach Maß für Tanna
Was auf fussball.de als fast unlösbare Aufgabe beschrieben wurde, sah zu Beginn der Partie ganz anders aus. Tanna startete mutig, aggressiv und mit beeindruckendem Selbstvertrauen. Bereits in der 9. Minute belohnte sich das Team:
Catherine Schubert vollendete einen starken Angriff zur frühen Führung – und plötzlich lag ein Hauch von Sensation in der Luft.
Aktives Pressing, schnelle Kombinationen über das gesamte Feld und eine Theres Förster, die immer wieder gefährlich vor dem Neustädter Tor auftauchte, setzten die Gäste massiv unter Druck. Die „7 von Stephan Rotthoff“ bestimmten das Spiel, erspielten sich Chance um Chance – doch das zweite Tor wollte einfach nicht fallen.
Neustadt schlägt eiskalt zurück
Und wie es im Fußball oft kommt: Wer vorne nicht trifft, wird hinten bestraft.
Pernt nutzte die erste echte Gelegenheit der Gäste und erzielte den Ausgleich.
Nur wenige Minuten später folgte der Schockmoment:
Stella Schneider setzte zu einem Solo an, das man sonst nur aus Highlight-Videos kennt. Drei Tannaerinnen ließ sie einfach stehen und schob zum 1:2 ein – ein Treffer, der die Partie kippte.
Dann wurde es bitter: Eine hohe Bogenlampe von Pernt, die im grellen Sonnenlicht schwer zu sehen war, senkte sich hinter der bis dahin starken Emilia Riehle ins Netz. Die Torhüterin war machtlos – 1:3.
Doch Tanna gab nicht auf. Kurz vor der Pause war es erneut Schubert, die mit ihrem zweiten Treffer den Anschluss herstellte. Hoffnung kehrte zurück.
Tanna drückt – das Tor fällt aber auf der falschen Seite
Mit frischem Mut kam Tanna aus der Kabine. Der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Immer wieder tauchte Theres Förster gefährlich vor dem Neustädter Tor auf, doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. Neustadt wankte – fiel aber nicht.
Stattdessen trafen die Gäste erneut und stellten auf 1:4. Ein Treffer, der den Tannaerinnen endgültig den Stecker zog. Die Partie war entschieden, obwohl „alles drin gewesen wäre“.
Fazit: Großer Kampf, bitteres Ergebnis – aber die Saison ist noch nicht vorbei
Die Meisterschaft ist damit Geschichte – Neustadt krönt sich verdient zum Champion, wozu wir herzlich gratulieren.
Doch Tanna hat in diesem Giganten-Gipfel gezeigt, dass sie mit den Besten der Liga mithalten können. Leidenschaft, Wille und spielerische Klasse waren deutlich zu sehen.
Und: Vizemeister ist weiterhin möglich.
Auch im Pokal ist noch alles offen.
Die Botschaft zum Schluss ist klar:
Diese Mannschaft wird nächste Saison wieder angreifen – und zwar ganz vorn.

