Pokalkrimi im Wetterastadion: Tanna verpasst Viertelfinale trotz starker Leistung denkbar knapp!

Pokalkrimi im Wetterastadion: Tanna verpasst Viertelfinale trotz starker Leistung denkbar knapp!

SG SV Grün-Weiß Tanna – SV Lobeda 77 5:7 nach Elfmeterschießen (2:2, 2:0, 0:0)
Nach einer starken Mannschaftsleistung mussten sie die Grün-Weißen im Pokal-Achtelfinale gegen den
Kreisoberligsten unglücklich im Elfmeterschießen geschlagen geben. Von Beginn an war ein Klassen-
unterschied nicht zu sehen und die Trümpfe lagen lange Zeit auf Seiten der Tannaer. Denn die Rotthoff-Elf
führte bis zur 79. Minute bereits mit 2:0 und ließ sich das sichere und bis dahin verdiente Weiterkommen
noch aus der Hand nehmen. Gleich zu Beginn scheiterte Rödel, wie auch wenig später Blobelt mit einem
Distanzschuss am Keeper. Dazwischen wurde ein Gäste-Abschluss im letzten Moment geblockt. Ansonsten
entwickelte sich eine spannende und umkämpfte Partie, in der beide Defensivreihen nichts anbrennen ließen.
Fast mit dem Halbzeitpfiff und kurz nach Wiederanpfiff lag die Tannaer Führung in der Luft, doch Rödels
Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei und Steinig schoss nach einer Ecke übers Tor. Auf der
Gegenseite konnte Reimann seine Freiheiten nicht nutzen, ehe Dietrich eine Hereingabe von Gebhardt zum
1:0 verwertete (55.). Danach ließen die Grün-Weißen im Pressing etwas nach und Lobeda kam zu zwei
gefährlichen Aktionen, die aber ohne Folgen blieben. Ein Befreiungsschlag war Ausgangspunkt zum 2:0, das
Gebhardt mit einem Heber erzielte (68.). Die Heimelf hatte das Spiel zu diesem Zeitpunkt im Griff, verpasste
aber die endgültige Entscheidung. So scheiterte Dietrich aus 16 Metern am Torwart. Und nach der
anschließenden Ecke setzte Blobelt freistehend einen Kopfball neben das Tor. Als die Tannaer nicht
konsequent klärten, stocherte Lier den Ball über die Linie und machte das Spiel wieder spannend. Im
Gegenzug verpasste Steinig die schnelle Antwort, doch die Gäste drückten auf den Ausgleich, der kurz vor
dem Schlusspfiff fiel. Nachdem Zacharias mit einem Freistoß die Lattenoberkante traf, setzte Bramborg
einen weiteren Freistoß aus der Lobedaer Hälfte mit einer Kopfballbogenlampe ins lange Eck. Danach hätten
Steinig per Kopf und Gräf auf Seiten der Lobedaer den Siegtreffer erzielen können, doch die Partie ging in
die Verlängerung. In der hätte der Kreisoberligist erstmals in Führung gehen können, aber Bramborg
scheiterte mit einem Foulstrafstoß am Pfosten. Auf der anderen Seite schoss der freistehende Steinig vorbei,
ehe Torwart Schnedermann die Heimelf ins Elfmeterschießen rettete, als er mit der letzten Aktion gegen
Bramborg stark parierte. Die Entscheidung musste somit vom Punkt fallen. Dabei hatten die Gäste das
glücklichere Ende für sich. Während auf Tannaer Seite Blobelt, Hopf und Gebhardt verwandelten, scheiterte
Degenkolb am Pfosten. Für Lobeda trafen Bramborg, Gräf, Lier, Haj Salim und Zacharias und sorgten für
den Einzug ins Pokal-Viertelfinale.
Trainer Stephan Rotthoff: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftreten der Mannschaft, es war eine sehr gute
Leistung gegen den Kreisoberligisten. Wir haben uns einige Chancen erarbeitet, haben diszipliniert
gestanden und wenig zugelassen. Vor dem Anschlusstreffer müssen wir den Ball klären, waren unachtsam.
Danach waren wir zu nervös und der Ausgleich lag in der Luft. In der Verlängerung haben wir uns wieder
gefangen, jeder hat gekämpft und ist an seine Grenzen gegangen. Elfmeterschießen kann man verlieren,
dennoch brauchen wir uns nichts vorzuwerfen. Auf die Leistung kann man aufbauen.“

Uwe Friedel