Tanna revanchiert sich für Hinspielniederlage – 0:2‑Auswärtssieg in Oettersdorf

Tanna revanchiert sich für Hinspielniederlage – 0:2‑Auswärtssieg in Oettersdorf

Nach der bitteren Hinspielniederlage im Herbst war die Marschroute der Grün‑Weißen klar:
Wiedergutmachung. Zweimal hatte Tanna zuvor deutlich gegen die Mädels aus Oettersdorf gewonnen,
ehe im Herbst der unerwartete Rückschlag folgte. Entsprechend motiviert reiste die Mannschaft zum
vierten Aufeinandertreffen beider Teams.

Schon der Vorbericht machte deutlich, dass es ein Topspiel werden würde. Die Mannschaft von Lennard Köhler
wollte dem Favoriten aus Tanna alles abverlangen. Oettersdorf stand mit nur drei Punkten auf Rang vier,
hatte aber trotz einer löchrigen Defensive (31 Gegentore) im Hinspiel gezeigt, dass sie Tanna ärgern können.
Die Grün‑Weißen wiederum wollten nach der Niederlage gegen Neustadt zurück in die Spur finden
und ihre starke Offensive (14 Saisontore) erneut zur Geltung bringen.

Hitze, holpriger Platz und ein zäher Beginn
Die äußeren Bedingungen machten beiden Teams zu schaffen. Bei drückender Hitze musste Oettersdorf früh wechseln,
aber auch die Tannaerinnen kämpften mit dem Wetter. Trotzdem fanden die Gäste besser ins Spiel
und erspielten sich nach einer guten Viertelstunde die verdiente Führung.

Oettersdorf versuchte immer wieder, mit schnellen Gegenstößen zurückzukommen, doch Leonie Schmidt und Lilly Scholz
verteidigten aufmerksam und kompromisslos. Was dennoch durchkam, entschärfte Emilia Riehle souverän.

Nach vorn tat sich Tanna schwer, denn der holprige Platz machte saubere Kombinationen fast unmöglich.
So ging es mit einer knappen, aber verdienten 0:1‑Führung in die Pause.

Ein Konter bringt die Entscheidung
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv. Oettersdorf suchte den Ausgleich,
doch Tanna setzte den entscheidenden Nadelstich:

Ein stark eingeleiteter Konter von Isabelle Aust brachte Theres Förster in perfekte Abschlussposition.
Sie setzte sich durch, lief allein auf das Tor zu und erhöhte eiskalt auf 0:2.

Angesichts der Hitze hieß es nun, das Ergebnis clever über die Zeit zu bringen. Die Kräfte schwanden,
doch die Grün‑Weißen verteidigten konzentriert und ließen nichts mehr anbrennen.

Coaching‑Premiere an der Seitenlinie
Da Stephan Rotthoff und Ole Freitag nicht an der Seitenlinie stehen konnten,
übernahm Vanessa Sachs – selbst verletzt – die Rolle der Trainerin. Ihr Fazit fiel positiv aus:

„Der Sieg war für uns enorm wichtig, auch wenn wir spielerisch nicht ganz an die beiden deutlichen Erfolge
aus der Vergangenheit anknüpfen konnten. Bei diesen Bedingungen war es für jede einzelne Spielerin eine echte Herausforderung,
und ich hätte heute nicht mit ihnen tauschen wollen. Natürlich müssen wir an unserer Chancenverwertung weiter arbeiten
und uns auch von Hitze oder äußeren Umständen weniger beeinflussen lassen. Trotzdem bin ich sehr stolz auf die Mannschaft.
Jetzt richten wir den Blick nach vorn: Drei schwere Spiele gegen Ettersberg warten auf uns –
und wir wollen sowohl die Vizemeisterschaft als auch das Pokalfinale erreichen. Darauf liegt unser voller Fokus.“